Jahresbericht 2025

 

Bemerkungen: Im Jahr 2025 konnte der große Kopfzyklus abgeschlossen werden. Er wurde 2019 mit dem Nachtzyklus begonnen und endete nun mit dem 12. Zyklus, dem Move I+II. Es fehlt noch ein großes Abschlussbild. Zudem habe ich in diesem Jahr zum ersten Mal eine schlüssige Verbindung zwischen Zeichnung, Grafik und Bild hergestellt. So begann der Tumpzyklus mit ca. 80 Kohlezeichnungen. Die Grafik und die Bilder wurden dann parallel gearbeitet und befruchteten sich gegenseitig (z.B. Farbigkeit). Mit Move I+II brachte ich die Bewegung in der Grafik auf ein anderes Level.

Seitens der bildnerischen Entwicklung war es ein sehr erfolgreiches Jahr. Es wird nun Zeit wieder Einzelausstellungen durchzuführen und diese ersten ReiseReise Ergebnisse im Zusammenhang zu veröffentlichen. Die Weichen wurden auch in diesem Jahr dafür gut gestellt.

Eine ganz besondere Anschaffung wurde im Herbst des Jahres getätigt. Nach sehr langer Zeit habe ich endlich meine Druckwerkstatt mit ordentlicher Druckpresse einrichten können. Vier Grafiken konnten im zweiten Halbjahr so gedruckt werden. Die Arbeitsabläufe funktionieren hervorragend und es können nun größere Grafiken problemlos gedruckt werden.

 



Ausstellungsbeteiligung

  • Druckfrisch, Bergisch Gladbach (sh. älterer Post)

  • Truc Troc, Künstlerforum Bonn

Offenes Atelier 2025 (sh. älterer Post)

KuLi – Zeitschrift für Kunst & Literatur 1/2026, Auflage 150 Stück (sh. älterer Post)

Einrichtung der Druckwerkstatt und neue Druckpresse (sh. älterer Post) 

 

629 druckgrafische Blätter

330 Zeichnungen

6 Bilder 

Jahresblatt 2025

 

Entstehungszeitraum: November - Dezember 2025

Format: 42 x 29,7 cm (Papier), Druck 34 x 25,5 cm

Papier: boesner Akademiepapier 200 g/m²

Auflage: verschiedene Farbvarianten mit ca. 3 Abzügen

3 Druckstöcke und Grundplatte, insg. 4 Stöcke

Mit Künstlerexemplaren insgesamt 42 Blätter

 

Das Jahresblatt 2025 wurde wieder wie die Jahresblätter 2021 - 2023 gearbeitet. Es gibt also für jede Farbe eine Platte. Das Blatt wurde in verschiedenen Varianten gedruckt und z.T. auch gestempelt. 

Hier nun die eingearbeiteten Themen:

  • Grundthema bezieht sich auf den Spruch von Kanzler Merz zum Stadtbild (auch gestempelt)
  • Wir sehen im Zentrum das Portrait von Margot Friedländer (gestorben im Jahr)
  • Der Papst (wurde gewählt)
  • Herr Söder mit einer Wurst
  • Die Parade von Ann Kathrin Berger bei der EM der Frauen
  • Die Zölle aus Amerika
  • Der Hitlergruß von Elon Musk
  • Das crazy als Jugendwort des Jahres
  • Die Regenbogenfahne (die nicht gehisst werden durfte)
  • Krieg von Gaza und der Ukraine als Fassadengerippe  

 KuLi - Zeitschrift für Kunst & Literatur

 

Titelseite: Bewegte Ruhe, 200 x 180 cm, Öl auf Leinwand, 2009


Ich begann etwa im Jahr 2000 mit Arbeiten, die die Wahrnehmung der Welt in ein surreales Bildgefüge übertragen. Figuren, Räume und Gegenstände tauchen auf und scheinen auf einer imaginären Bühne zu agieren. Sie folgen einer Bildlogik und setzen den Motor des Beobachtens und Rätselns in Gang. Diesen Bildern eignete eine konventionelle Figurenanlage und eine eher tonige Farbigkeit. Zwei langjährige Diskurse folgten diesem ersten Werkkomplex. Zunächst untersuchte ich die Farbe und verbannte dabei Gegenständlichkeit und Figuration. Anschließend konzentrierte ich mich auf das Erscheinen von Plastizität aus der Fläche. Hierbei verschwand dann auch die Farbe. Seit 2018 wandte ich mich wieder der Narration in den Bildern zu. Mittlerweile hatte ich mir die Druckgrafik in Form des Holzschnittes nutzbar gemacht und entwickelte im folgenden einen eigenen Zugang zur Figur, insbesondere zum Kopf. 2022 begann ich, an die alten Bildwelten anzuknüpfen. Sie wurden nun in den drei Disziplinen Zeichnung, Druckgrafik und Malerei vorangebracht. Jede bildnerische Form hat dabei eine spezielle Aufgabe. Die Zeichnung dient dem Sammeln von Ideen: Alles darf raus und kommt mit Kohle auf das Papier. Der Holzschnitt macht die Formen und Motive dingfest und verankert sie als Schnitt im Holz. Dabei werden mögliche atmosphärische Farbigkeiten ausgelotet. Die größtmögliche malerische Differenzierung wird dann im Bild auf die Leinwand gebracht. Alles bildet einen Prozess und bereichert sich gegenseitig. So ist über die Jahre ein Werkgefüge entstanden, welches von außen heterogen erscheinen mag aber innen ein gebautes Gerüst beherbergt.

 

 

  Frühstück am Mittwoch, 220 x 150 cm, Acryl auf Papier, 2002

 

 


Durchdringung, 200 x 180 cm, Öl auf Leinwand, 2009



 

Sichtbar werden, 90 x 100 cm, Öl auf Leinwand, 2011 

 

 

 

 
My time, 190 x 240 cm, Tempera auf Leinwand, 2012

 

 

 Rainer Maria Gassen Geschenkter Zeit


Geschenkter Zeit sieht niemand an, ob ihr

auch Dauer eigen ist; und ließe sich

erahnen, wann auch sie ihr Ziel erreicht

, sie diente nicht einmal bescheid’nen Zwecken;

 


Alte hadern, Junge leben lieber

 in ihr, als ihr Zwecke zuzuschreiben,

 doch wie qualvoll ist die je nachdem zu

kurz bemessen oder zieht sich ungeniert

 


unendlich hin, verwegen, ihren Wert

 zu fassen, nachgerade unsinnig

 ihn zu beziffern, rinnt sie doch nach ihrem

 


eigenen Bedarf, und meint in seinem

 Unverstand ein armer Mann, er wollt‘ sie

 nutzen, ist sie lange schon Erinnerung.

 

 


Verschiebung der Sanduhr (Motiv 4 und 8 von 27), 66 x 40 cm, Holzschnitt auf Papier (4 Abzüge), 2017

 

 


Jahresblatt 2021, 34 x 25,5 cm, Holzschnitt auf Papier (145 Abzüge in unterschiedlichen Varianten), 2021 

In der Nacht, 70 x 100 cm, Holzschnitt auf Papier (14 Abzüge mit unterschiedlichen Farben), 2022



 

 

 

ReiseReise – Der Aufbruch, 170 x 126 cm, Holzschnitt auf Leinwand, 2023

 

Irma Shiolashvili
Brombeercocktail
für Eva


Wir alten Freunde gingen zu einem neuen Café, zu einem noch unvertrauten Café, zu einem noch nicht ins Herz geschlossenen Café, um den gewünschten Cocktail zu trinken, um über tausend Dinge zu sprechen. Ich hätte gerne einen Brombeercocktail, einen Cocktail mit Eiswürfeln, mit viel Zucker und Likör, mit noch unentdeckten Geschmacksrichtungen, sagte ich laut und strich mit meinem Finger über den blauen Tisch
Brombeeren erinnern mich schon lange an den Tod und an Blutflecken. Als bei uns im Dorf geschossen wurde, lag ich in Brombeersträuchern. Der Geschmack von Brombeeren haftete an meinen zitternden Händen! So muss der Tod schmecken, stellte ich mir vor. Ständig ist in mir dieser Tod mit dem Geschmack nach Brombeeren, sagte unsere syrische Freundin und strich sich mit ihren sonnengebräunten Händen die brombeerfarbenen Haare zurecht.
Brombeeren sind meine Lieblingsbeeren, dornig wie die Liebe. Anziehend steht der Strauch mit seinen stachligen Ästen und zählt seine Sommer und lädt uns mit schwarzen Augenstrahlen zu sich ein. Die Dornen sind seine Würde. Deshalb sind sie für mich der Liebe ähnlich. — Du musst dir erst die Hand zerkratzen, bevor du es genießen kannst. Ständig ist in mir die Liebe mit dem Geschmack nach Brombeeren, sagte unsere kroatische Freundin und blickte kurz auf den an ihrem Mittelfinger angebrachten schlichten Ring mit schwarzem Gagat.

Brombeeren schmecken für mich wie die Hände meiner Mutter, wie eingelegte Früchte und Konfitüren, die meine Mutter jeden Herbst kochte und dazu meine Schwester und mich zu Hilfe rief. Wir sortierten und wuschen die Brombeeren und mit hellen freudigen Rufen beobachteten wir die süß befleckten Hände der Mutter. Ständig sind in mir diese Hände mit dem Geschmack nach Brombeeren, sagte unsere deutsche Freundin. Und aus ihren schönen blauen Augen ließ sie die zurückgehaltene gesammelte Süße der Kindheit herausrollen.
Ich aber saß und erzählte nicht, dass einmal, als ich und meine Schwester zum Beerenpflücken in den Wald gingen, wir bei den Brombeeren ausrutschten und unser Glück in den Dornen hängen blieb.
Wir zogen einander die Dornen heraus und pflückten trotzdem mit blutigen Händen weiter die Beeren. Ihre Süße ließ uns den Schmerz vergessen. Ich habe die Süße der Brombeeren vermisst, sagte ich doppeldeutig und strich mit meinem Finger über den blauen Tisch.

Übersetzung aus dem Georgischen: Joachim Britz

 

 

 

ReiseReise, 78 x 70 cm, Kohle auf Papier, 2023

 


AbGrund, 240 x 190 cm, Tempera auf Leinwand, 2023/2024

 

IMPRESSUM
KuLi – Zeitschrift für Kunst und Literatur, hrsg. vom Verein zur Förderung von Kunst und Literatur KuLi e.V. in Bonn, erscheint jährlich. Auflage 150; Preis: € 5,00
Redaktion: Renate Fröhlig-Striesow, Katja Kaut, Thomas Kaut, Eva Mayer-Flügge
Layout: Thomas Kaut — Druck: WIRmachenDRUCK GmbH, Backnang
Willkommen sind Zusendungen von Texten (max. 10.000 Zeichen) als Word- und von Bildern als JPEG-Datei an: thomaskaut@gmx.de – Autor*in bzw. Künstler*in verfügt über das Urheberrecht und gewährt KuLi e.V. den einmaligen Abdruck.
Bestellung und Abonnement unter: katjakaut@gmx.de

 


Movezyklus

 

Move I 

In diesem Zyklus fließen nun einige Merkmale dieses große Kopfzyklus ein. Auch wenn dieser 12. und damit letzte Teil nur drei bzw. vier Motive hat, beinnhaltet er vieles von den vorherigen Zyklen. 

- die verschobene Kopfform. Es ist also ein Kopf in Veränderung / Bewegung

- die stark abstrahierte Darstellung und Vereinfachung der prägnanten Gesichtselemente. Es geht also nicht um Realismus, sondern formal um Beweglichkeit.

- die Anlage einer Plastizität. Hier wieder eingeführt durch Hell / Dunkeldarstellung und auch eine Kombination mit Flächen

- der Zyklus wird als verlorener Schnitt erstellt und jeder Zustand sollte ein gültiges fertiges Bild ergeben

- die Eigenschaften des Holzes werden in den Druck mit eingefügt - Maserung - das Splittern - Holzfasern 

 

Bei diesem Zyklus kommt hinzu das die jeweiligen Motive nicht nur einzeln gedruckt, sondern auch als Zustandsdrucke übereinander gelegt wurden. Man sieht das an durchscheinenden Linien oder merkwürdigen Farbansätzen. Hierdurch wollte ich die Bewegung des Kopfes (links / Mitte / rechts) verankern und sichtbar machen.  Nur die Augen bleiben geradeaus gerichtet und machen diese Bewegung nicht mit. 

 

Wie oben erwähnt gibt es auch diese drei Motive nur mit der Darstellung des letzten Zustandes und hierbei sind die Bewegungszustände vereinzelt und klar. 

 



 

Die Übersicht über alle Varianten und dem Druckstock. Es gibt eine Liniendarstellung, Kräftig und deckend gedruckte Abzüge und brüchig grdruckte Grafiken.


 
 


  Holzschnitte, 82 x 54 cm, 

je Motiv 15 Abzüge in 9 Varianten

 

 Aus dem Atelier:

 


Der Holzschnitt wird mit der Druckpresse abgezogen. Hierbei wird der Druckstock in einen 4mm dünneren Rahmen gelegt. Dieser Rahmen entspricht der Papiergröße, so dass man das Papier passgenau auflegen kann. Dieses Verfahren wird bei mir zum ersten mal angewendet, da der Druckstock durch seine Größe zu schwer wurde um ihn passend aufzulegen und ich gleichzeitig einen Papierrand haben wollte.

 

 

    

Druckstöcke

 

 

 

 

 Trocknung der Blätter

 

Move II 

Im zweiten Teil dieses Zyklus werden die drei Motive von Teil I übereinander gelegt und es wird daraus ein neues Motiv entwickelt. Ich drucke es zunächst als Linienblatt und danach wird der Druckstock weitergeschnitten um eine reine Flächendarstellung zu bilden. 

 

Liniendarstellung 

 


Entwurf und Druck als Linienzeichnung




Flächendarstellung

 


 Entwürfe für die Flächendarstellung

 



 Fertige Drucke 

Holzschnitte, 82 x 54 cm, je Farbe 3 Abzüge 

 

 

 


Der übereinandergedruckte Holzschnitt von Move I und Move II

Der letzte Zustand des Druckstockes (verlohrener Schnitt) von Move II

Neue Druckpresse und Werkstatt

 

Nach sehr vielen Jahren habe ich mir den Traum einer soliden, guten Druckpresse erfüllt. Lange habe ich danach gesucht etwas Entsprechendes zu finden. Die Presse sollte stabil verarbeitet sein, große Drucke ermöglichen und noch bezahlbar sein. Diese Presse habe ich gefunden und dank einer hervorragenden Geschäftsabwiklung mit Abbau, Transport und Montage im Atelier, steht diese Presse seit Sonntag, dem 31.8.25 in meinen Räumen.

 


   


Zum Verkauf steht eine sehr gut erhaltene, massive Druckpresse für Linoldrucke, Lithografien, Kupferdrucke, Radierungen, Holzdrucke etc.

Die Walze besteht aus massivem Stahl, ist höhenverstellbar und 82 cm breit. Der Druckschlitten besteht ebenfalls aus einer massiven Stahlplatte mit den Maßen 82 cm x 120 cm. Dadurch sind mit dieser Druckpresse Drucke im Format DIN A0 möglich, was bei handelsüblichen Druckpressen sehr selten ist.

Die Stahlplatte wird im unteren Bereich über ein Zahnrad angetrieben, das mit dem Handlauf betätigt wird, ist mit einem Anschlag versehen und gleitet präzise über 4 Rollen.

Die Druckpresse ist voll funktionsfähig und funktioniert sehr leichtgängig. Die Presse ist stabil mit dem unteren Gestell verbaut. Es handelt sich hier um eine Rarität, die in dieser Form nicht mehr hergestellt wird.

Ein Druckfilz gehört ebenso dazu.

Selbstabholung oder Transport gegen Aufpreis.

(Text der Anzeige) und alles an dieser Anzeige entspricht den Gegebenheiten. Das Besondere ist tatsächlich die 82 cm beite Walze.

 

 
 
 
Die Werkstatt 
 
In den folgenden Wochen wurde um diese Druckpresse eine Werkstatt eingerichtet. Zeichnungsschränke aufgeräumt und Papiere sortiert, Ein Materialschrank mit Arbeitsfläche gebaut, Arbeitstisch optimiert, Farbtisch und Platz um Druckstöcke einzuwalzen. In der Druckwerkstatt gibt es auch noch eine Staffelei um großvormatige Zeichnungen zu erstellen. (Abbildungen mit der ersten umfangreichen grafischen Arbeit, die hier gedruckt wurde).
 



Materialschrank u.a. mit Schubfächer (Karton) für Farben, Rollen, Spachtel und Lappen 

 
 

 
Materialschrank, Arbeitsfläche, Magnetschine an der Wand und Grafikschrank 
 
 
 
 
Arbeitstisch zum schneiden, Farbmischung und Einwalzen des Druckstockes
 
 
 
 

 
 Platz für großformatige Zeichnungen
 
 
 
 

 
Die ganze Werkstatt
 

Offenes Atelier 2025

 


Offenes Atelier – 23. August 2025, 15–21 Uhr

Am Samstag, den 23. August 2025, lade ich herzlich zu einem Offenen Atelier ein. Zwischen 15 und 21 Uhr besteht die Möglichkeit, einen umfassenden Einblick in meine künstlerische Arbeit der letzten drei Jahre zu erhalten.

Gezeigt werden Malerei, Zeichnungen und Druckgrafik. Im Mittelpunkt steht die Werkreihe ReiseReise. Ergänzt wird die Präsentation durch die letzten vier Kopfzyklen, Holzschnitte aus dem Jahr 2024 sowie begleitende Zeichnungsserien.

Die Zusammenstellung ermöglicht es, den Entstehungsprozess der Arbeiten nachzuvollziehen und die Entwicklung innerhalb dieses Abschnitts meines Gesamtwerkes zu verfolgen. Grafik und Malerei treten dabei in einen engen Dialog, behalten jedoch ihre eigenständigen Aufgaben und Ausdrucksformen.

Ich freue mich auf Ihren Besuch und den persönlichen Austausch.

 


Trotz der kurzfristigen Einladung kamen zum Offenen Atelier viele Besucher. Kollegen, Nachbarschaft und Kursteilnehmer brachten viel Interesse und Zeit mit, so dass der Raum während der gesamten Zeit gut besucht war.

 

 
 
 
Das Offenen Atelier wurde so aufbereitet, dass der Zusammenhang von Zeichnung, Druckgrafik und Malerei deutlich wurde. Hierbei übernimmt die Zeichnung die Aufgabe der Ideen- und Motivfindung. An die Zeichnung werden keine technischen Anforderungen gestellt. Sie dienen als Brainstorming und loten mögliche Bildvarianten aus.
 
 
 


 
In der Druckgrafik wird die Form und das Motiv festgelegt. Die Grafik dient der Erforschung der Farbigkeit, die dann in den Bildern weiter verfolgt wird. Machmal wird auch der umgekehrte Weg gegangen. Ein fertiges Bild wird dann als Grafik farblich variiert wobei es manchmal zu inhaltlichen Umdeutungen und Verschiebungen kommt. 
 

 

 

Die Bilder werden durchgearbeitet. Vom Bildaufbau, Komposition und Farbgestaltung ist alles bestmöglich abgewogen. Hier gibt es keine gestische Wildheit, keine Ideensprünge. Bei den Bildern wird in die malerische Tiefe gearbeitet, wobei der Unterbau und die oben liegende Farbdurchbildung luftig miteinander verwoben sind. Weißhöhung und Linienzeichnung bleiben erkennbar.